Gemeinde Oberhausen

Blackout - persönliche Versorge Schritt für Schritt

Jeder von uns kennt es, wenn einmal für ein paar Minuten oder Stunden der Strom weg ist. Was wir alle aber nicht kennen, ist ein „Blackout“, ein langandauernder, überregionaler Stromausfall, der ganz Deutschland, Teile Europas oder ganz Europa betrifft.

 

Ein Blackout in dieser Größenordnung ist noch nie passiert... Warum sollten wir uns also darauf  vorbereiten? Zum einen, weil das Risiko derzeit von Jahr zu Jahr steigt und von Experten als „wahrscheinlich“ innerhalb der nächsten Jahre eingestuft wird. Zum anderen gibt es zwei gravierende  Unterschiede zum „normalen“ Stromausfall: Es wird zum Zusammenbruch der Logistikketten kommen und  zumindest zwei Wochen dauern, bis die Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff  wieder anläuft. Und zweitens: Hilfe von außerhalb kann nicht so schnell erwartet werden, da alle das gleiche Problem haben.


Der Krieg Russlands in der Ukraine hat das seit Jahren steigende Risiko für einen „Blackout“ noch einmal deutlich verschärft durch die Gasproblematik und eine erhöhte Gefahr durch Cyberattacken. Weitere Ursachen können zum Beispiel menschliches und technisches Versagen oder Wetterextreme, bedingt durch den Klimawandel, sein.

 

Deshalb möchten wir Sie heute über dieses Risiko informieren und Sie bitten, entsprechend Ihrer  Möglichkeiten vorzusorgen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt uns allen, einen Vorrat an Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten für 10 Tage anzulegen. Wenn Sie also einkaufen gehen, nehmen Sie einfach ein Packerl Nudeln, Tomatensoße, Brot in Dosen, Wurst oder vegetarische Aufstriche in Dosen, Reis, Haferflocken, H-Milch, Konserven oder Kartoffelpüree-Pulver mehr mit. Ganz nach Ihrem Geschmack, was Sie auch sonst gerne essen. So können Sie Schritt für Schritt über mehrere Einkäufe einen Vorrat für Krisensituationen wie einen Blackout anlegen. Wir bitten Sie, nicht zu hamstern und nicht zu große Mengen einzukaufen, das ist nicht notwendig. Wie ihr Vorrat aussehen könnte, erfahren Sie unter www.bbk.bund.de oder www.stromausfall-wm-sog.de

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Außerdem hilfreich bei einem Blackout: Campingkocher (ansonsten den Vorrat auf kalte Küche in den ersten Tagen anpassen), Campinglampen, Stirnlampen oder Taschenlampen mit Batterien, batteriebetriebenes Radio, Klopapier (1-2 Packungen), Babybedarf (Windeln, Babynahrung, Milchpulver…) für 2 Wochen, Hygieneartikel (1x Damenhygiene, 1x Seife, 1x Zahnpasta, 1x Duschgel, 1x Deo etc.), Haustierbedarf für 2 Wochen (Futter, Medikamente, Einstreu…) sowie Bargeld in kleinen Scheinen und Münzen.

 

Unser Landkreis bereitet sich wie viele andere derzeit auf dieses Szenario vor. Doch ohne die persönliche Vorsorge der Bevölkerung kann ein Blackout nicht bewältigt werden.

 

Nur gemeinsam haben wir die Chance, diese mögliche Katastrophe so glimpflich wie möglich zu überstehen. Also machen Sie mit und werden Sie Schritt für Schritt krisenfit!

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