Gemeinde Oberhausen

Mobilfunk in Oberhausen

Fragen und Antworten

 

In den vergangenen Wochen kamen verstärkt Bürgerinnen und Bürger auf Bürgermeister Thomas Feistl zu, um sich nochmals über Mobilfunk in Oberhausen zu informieren. Nachfolgend seine Antworten auf die brennendsten Fragen.

 

 

Welcher Mobilfunkstandard wird an den beiden neuen Mobilfunkmasten (Oberhausen-Sportplatz/Untermaxlried-Gewerbegebiet) durch die Telekom zum Einsatz kommen?

 

Die Telekom setzt hier nach Errichten ihrer beiden Mobilfunkmasten jeweils den Mobilfunkstandard ein. Neben der Versorgung des Gemeindegebietes steht die Bahnlinie und die Bundesstraße B472 im Fokus der Telekom.


Der Standard wird vom Betreiber bei der Bundesnetzagentur beantragt. Die Bundesnetzagentur als übergeordnete Regulierungs- und Aufsichtsbehörde kann bei Nichteinhaltung des beantragten Standards 4G/LTE die Abschaltung der Anlage fordern.

 

 

Wann kommt 5G nach Oberhausen?

 

Wann Mobilfunkbetreiber die neueste 5G-Funktechnologie einsetzen wollen ist derzeit nicht bekannt. Damit die 5G-Technologie überhaupt funktioniert, benötigt es ein flächendeckendes Netz an Sendeanlagen, welche max. zwischen 300 und 500 Metern auseinanderliegen. Dies ist wirtschaftlich und logistisch in Dörfern wie Oberhausen nur sehr schwer darzustellen.

 

Der Gemeinde Oberhausen lag bzw. liegt derzeit keine Anfrage von Mobilfunkbetreibern zur Errichtung eines 5G-Netzes vor. Allerdings ist es nie ausgeschlossen, dass in der Zukunft Anfragen kommen. Selbstverständlich wird der Gemeinderat Anfragen unter den dann neuesten Erkenntnissen in Umwelt- und Gesundheitsbelangen für jeden Einzelfall entscheiden, ob kommunale Flächen, Gebäude oder sonstige Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden.

Informationen vom Bundesamt für Strahlenschutz

 

Auf private Flächen oder Gebäuden hat die Gemeinde keinen Einfluss. Dies ist auch der Grund, weshalb der Antrag auf „5G-freie Gemeinde“ in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 07.11.2019 mit 13 gegen 1 Stimme abgelehnt wurde.

 

 

Welche Rolle spielt die Gemeinde Oberhausen bei der jetzigen Standortwahl?

 

Die Telekom hat bei der Gemeinde Oberhausen nach jeweils einem Standort für Mobilfunkmasten in Oberhausen und Untermaxlried angefragt. Um Herauszufinden, welche Standorte am wenigsten Strahlenbelastung für unsere Bürgerinnen und Bürger erzeugen, dennoch aber die technischen Mindestvoraussetzungen erfüllen, hat die Gemeinde Oberhausen ein Immissionsgutachten erstellen lassen.

 

Dieses Gutachten wurde in der Bürgerversammlung am 4.11.2019 ausführlich vorgestellt. Aufgrund dieses Ergebnisses hat der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am 07.11.2019 mit 14 gegen 0 Stimmen die beiden jetzigen Standorte der Telekom vorgeschlagen. Würde die Gemeinde keine Flächen zu Verfügung stellen, würde die Telekom private Flächen pachten. Allerdings haben wir dann keinen Einfluss darauf, ob die Standorte die gesundheitlichen Belange unserer Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen.

 

 

Stehen die Standorte endgültig fest?

 

Die Standorte wurden der Telekom vorgeschlagen. Die Telekom prüft nun ihrerseits, ob diese Flächen für ihr Unternehmen wirtschaftlich und technisch sinnvoll sind. Gleichzeitig hat Bürgermeister Thomas Feistl die Telekom aufgrund eines Antrags von Bürgerinnen und Bürgern aus der näheren Standortumgebung gebeten, den Standort Untermaxlried/Gewerbegebiet zusätzlich auf eine um 150 m nördlicheren Fläche auf die Wirtschaftlichkeit und dem Willen der Telekom auf Umsetzung zu überprüfen. Ergebnisse stehen hier allerdings noch aus.

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